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Fasten: mehr als nur Verzicht – 5 verschiedene Methoden im Überblick

„Jeder Mensch kann zaubern, jeder kann seine Ziele erreichen. Wenn er denken kann, wenn er warten kann, wenn er fasten kann.“ Dieses inspirierende Zitat stammt von Hermann Hesse und beschreibt auf treffende Art und Weise genau die Zeit, in der wie uns – seit dem Ausbruch des Coronavirus – befinden. Viele von uns mussten zwangsläufig die Zeit des Lockdowns nutzen, um sich über die eigene Situation klar bzw. klarer zu werden und Entscheidungen zu treffen – sei es Jobbedingt oder aus privaten Gründen.

Dass Verlust und Verzicht nicht immer unweigerlich mit dem Schlimmsten einhergeht, fasst einer der ältesten Bereiche in Sachen Ernährung auf: das Fasten.

Fasten Photo von silviarita / Pixabay

Bereits zur Zeit des Alten und Neuen Testaments wurde in der Bevölkerung gefastet. Aber nicht nur im Christentum sondern auch in anderen Religionen, wie dem Hinduismus, dem Buddhismus, dem Islam und dem Judentum gibt es seit jeher Fastenzeiten. Der Hintergrund ist bei allen ähnlich; durch den Verzicht soll sich der Gläubige wieder mehr auf seinen Glauben konzentrieren, sich auf das Wesentliche besinnen und somit Gott näherkommen.

In der Neuzeit bzw. in unseren Breitengraden wird hauptsächlich aus mentalen und gesundheitlichen Gründen gefastet. Hierbei geht es ums Entgiften, reinigen des Geistes und des Körpers, den Verzicht auf Genussmittel und die damit verbundene Entschlackung des Körpers. Der damit einhergehende Gewichtsverlust ist natürlich auch für viele ein Anreiz, eine Fastenwoche einzulegen.

Doch wer sich das erste Mal mit dem Fasten beschäftigt, sieht sich schnell in einem Dschungel aus vielen möglichen Fastenkuren wieder. Da verliert man schnell den Durchblick! Wir haben die fünf bekanntesten für Euch zusammengefasst:

 

1. Souping oder Suppenfasten

Ein Highlight für alle Suppenkasper! Wie der Name schon vermuten lässt, nimmt man beim Suppenfasten nur flüssige Nahrung zu sich und vermeidet alle festen Speisen. Wer nun schon seinen Kreislauf in den Keller sinken sieht, darf sich wieder entspannen, denn: Es dürfen auch Kohlenhydrate (beispielsweise Kartoffelsuppe, oder generell auch Eintöpfe) gegessen werden. Dadurch bleiben einem  Kraft und Energie erhalten. Wichtig ist auch bei dieser Art des Fastens auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten indem man genug Wasser trinkt.

Die Suppen sind nicht nur wärmende Seelenstreichler sondern bewirken ebenso, dass durch das Kochen des Gemüses in den Suppen wichtige Nährstoffe (Enzyme, Mineralstoffe und Spurenelemente) freigesetzt werden, die der Körper leicht aufnehmen kann.
Leidet jemand unter einem empfindlichen Verdauungssystem, ist diese Art des Fastens optimal, da durch die leicht verdauliche Kost entzündliche Prozesse im Magen-Darm-Bereich auskuriert werden können. Zusätzlich entsäuert und entschlackt das Suppenfasten den Körper auf schonende Art und Weise. Ein weiterer Pluspunkt des Soupings ist, dass hervorragend vorgekocht werden kann. Auch das Einfrieren der Suppen ist überhaupt kein Problem. So hat man also immer was auf Reserve und der gern zu beklagende Punkt, Kochen sei aufwendig, zählt nicht mehr! Übrigens: obwohl der Körper gut mit Vitaminen und Mineralien versorgt wird, mangelt es hier an genügend Eiweißen für den Muskelerhalt. Deswegen ist diese Art des Fastens für ein bis fünf Tage ratsam, keinesfalls aber für einen längeren Zeitraum. Für alle die sich vorstellen können, eine Souping-Woche einzulegen, gibt es hier eine genaue Anleitung:
www.eatsmarter.de/ernaehrung/fasten/suppenfasten

Speziell für’s Souping zusammengestellte BIO-Gemüsesuppen, die den Körper mit vielen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien, Ballaststoffen & Co versorgen, gibt es bei unserem Partner Jarmino:

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2. Paleo – Fasten oder auch die Steinzeitdiät

Liest man sich in das Paleo – Fasten ein, sieht man automatisch unsere Vorfahren vor dem geistigen Auge. Das Warum ist einfach erklärt: Hier ernährt man sich (fast) wie in der Steinzeit. Man muss das Essen zwar nicht selbst sammeln und erjagen, die Zusammenstellung der Lebensmittel ist aber in der Tat angelehnt an die Ernährungsweise unserer Vorfahren.

Erlaubt bei dieser Art des Fasten sind: Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse und Samen. Alle Lebensmittel, die erst nach der Einführung von Ackerbau und Viehzucht auf unseren Speiseplan kamen, sind bei dieser Art des Fastens tabu. Kurzum: Zucker, Getreide, Milchprodukte und Hülsenfrüchte sind verboten. Ebenso wird auf stark verarbeitete Fette gänzlich verzichtet. Das sind beispielsweise die Öle, in denen der Omega 6 Fettsäureanteil besonders hoch ist. Denn dieser kann bei übermäßigem Verzehr zu Autoimmunkrankheiten und Übergewicht führen. Bei dieser Art des Fastens versorgen wir unseren Körper mit Lebensmitteln die bereits seit Jahrtausenden optimal mit unseren Genen zusammenarbeiten. Paleo-Fans berichten über eine verbesserte körperliche und geistige Energie, ein reineres Hautbild und sogar über eine stimmungsaufhellende Wirkung. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, findest Du hier einen guten Überblick über die Paleo-Ernährung: www.paleo360.de/was-ist-paleo/

 

3. Intervallfasten oder intermittierendes Fasten

Intervallfasten gehört sicherlich zu einer der bekanntes Fastenarten. Medien aus ganzer Welt berichten über dieses erfolgsversprechende Konzept. Die Basis des Intervallfastens, auch intermittierendes Fasten genannt, bleibt stets gleich. Eine bestimmte Anzahl von Stunden wird auf Essen verzichtet. Das Zeitfenster, in dem man dann Nahrung zu sich nimmt, achtet man zwar auf eine ausgewogene Zutatenliste (keine Süßigkeiten, kein Fasfood)  ist aber ansonsten weitgehend frei bei der Zusammenstellung der Mahlzeiten.

Eine Version des intermittierenden Fastens ist die 16/8 Methode. Hierbei wird dem Körper 16 Stunden lang keine feste Nahrung zugeführt. In den verbleibenden 8 Stunden, kann nach Herzenslust geschlemmt werden. So kann man beispielsweise das Frühstück weggelassen, Mittag- und Abendessen werden dann aber regulär verzehrt. Ob die Mahlzeiten in Form eines Smoothies, eines Salates oder einer warmen Hauptspeise genossen werden, darf jeder nach seiner eigenen Zielsetzung entscheiden. Jedoch gilt auch hier: wer mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht, wird keine Pfunde verlieren. Wichtig ist, dass dannach wieder 16 Stunden gefastet wird. Das hört sich anstrengend an, aber der Schlaf in der Nacht hilft einem dabei, die ungeliebten kilos im wahrsten Sinne des Worte, im Schlaf zu verlieren. Beendet man beispielsweise um 19 Uhr das Abendessen, so darf die nächste Mahlzeit am Tag darauf wieder um 11 Uhr zu sich genommen werden. Die 16/8 Methode ist deshalb sehr alltagstauglich und somit auch gut mit dem sozialen Leben vereinbar.

Eine andere Version des intermittierenden Fastens ist die 5/2 Methode. Hier isst man an 5 Tagen der Woche normal, und an beiden Fasttagen nimmt man nur insgesamt 500-600 Kalorien zu sich. Heißt konkret: : Frauen nicht mehr als 500 Kalorien, Männer nicht mehr 600 Kalorien. Auch bei dieser Art des Fastens kann man seine Mahlzeiten selbst zusammenstellen. Fastford und Süßigkeiten sollten aber auch hier gänzlich vermieden werden. Diese Art des Fastens ist am Anfang durch die geringe Kalorienaufnahme an den 2 Tagen gewöhnungsbedürftig, besticht aber durch ihre positiven Auswirkungen auf den Körper: Sie stimuliert den Stoffwechsel und verhindert den Jo-Jo-Effekt. Inwieweit die 5/2 – Methode in den eigenen Alltag integrierbar ist, hängt in der Tat von gesellschaftlichen Zusammenkünften und vor allem von dem eigenen „Schweinhund“ ab. Wer keine Probleme hat, sich an 2 Tagen “am Riemen” zu reißen, hat hier eine großartige Version des Fastens vorliegen. Es empfiehlt sich dabei, die beiden Fastenteage nicht an den Wocheneden einzuplanen, wenn man hier gemeinsam mit Familie, Partner oder Freunden normal essen möchte.

Für welche Version man sich auch entscheidet: Beide haben nachweislich einen gesundheitsfördernde Wirkung auf den Stoffwechsel und senken durch den regelmäßigen (!) Nahrungsverzicht das Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Krankheiten, neurologischen Krankheiten und sogar an Krebs zu erkranken. Weiterführende Infos zum Intervallfasten stellt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung zu Verfügung: www.dge.de/ernaehrungspraxis/diaeten-fasten/intervallfasten

 

4. Heilfasten nach Otto Buchinger

Beim Heilfasten nach dem Mediziner Otto Buchinger (1878–1966) steht die ganzheitliche Person im Zentrum. Viele Menschen gehen speziell dieser Art des Fastens zweimal im Jahr nach und schwören auf den reinigenden Effekt des Körpers und des Geistes durch bewussten Nahrungsverzicht. Neben der körperlichen Gewichtsverringerung sollen auch seelische „Übergewichte“ abgeworfen werden. Somit eignet sich diese Fastenform hervorragend für ein geistlich-körperliches Fasten, zur Ruhe kommen und meditieren.

Der Fastenzeit geht mindestens ein Entlastungstag voraus, in dem der Körper durch Aufnahme von Reis, Haferflockensuppe oder Naturjoghurt auf das Fasten eingestimmt wird. Außerdem wird eine gründliche Darmreinigung mit Glauber- oder Bittersalz und ggf. gelegentlichen Einläufen empfohlen, was manche erstmal abschrecken mag, aber für die richtige Durchführung dieser Fastenart essentiell ist.

Die Nahrung während der Fastentage besteht nur aus Flüssigkeiten wie Gemüsebrühen oder Obst- und Gemüsesäften bis max. 250 kcal. Die Zahl der Fastentage kann selbst festgelegt werden. Wasser und Tees, möglichst ungesüßt oder mit etwas Honig sind erlaubt.
Leberwickel und Entspannungsübungen gehören ebenfalls zur Fastenzeit. Besonders wichtig ist regelmäßige Bewegung, wie Spaziergänge oder leichtes Fahrradfahren, um den Stoffwechsel und die Muskeln anzuregen.

Wer mehr über die original Methode und die Philosophie erfahren möchte, findet hier alles zum Thema: www.buchinger.de/buchinger-heilfasten/die-original-methode/

 

5. Saftfasten

Saftfasten-Kuren und Saftdiäten liegen mittlerweile in der Gesundheitsszene voll im Trend! Die bunten Obst- und Gemüsesäfte entschlacken den Körper, versorgen ihn mit wertvollen Vitaminen und helfen beim Abnehmen. Bei einer Saftkur, die auf 3 Tage angelegt ist, wird für diesen Zeitraum die Nahrung komplett durch frische Säfte ersetzt. So erholt sich der Verdauungstrakt und kann sich reinigen. Die in den Säften enthaltenen Vitamine, Mineralien und Antioxidantien versorgen den Körper bestens mit Nährstoffen und werden direkt ins Blut abgegeben.

Wichtig dabei ist, dass die Säfte frisch gepresst und nicht abgepackt und durch Hitze haltbar gemacht wurden. Außerdem sollten sowohl Gemüse als auch Obst bei der Herstellung verwendet werden um die Vielfalt an Vitaminen, Minaralstoffen und bioaktiven Stoffe zu gewährleisten. Wer einen Mixer oder Entsafter zuhause hat, kann verschiedene Obst und Gemüsesorten miteinander kombinieren und sich daraus selbst leckere Säfte zaubern. Wer sich erstmal Säfte kaufen möchte, sollte dabei unbedingt darauf achten, dass es sich um kaltgepresste Säfte ohne Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe oder zugesetztem Zucker handelt.

Anders als bei einem gefüllten Magen kann der Körper die stärkenden Stoffe aus Obst und Gemüse direkt aufnehmen ohne den Verdauungstrakt zu beanspruchen. So soll die Kur dafür sorgen, dass der ganze Organismus gestärkt wird und der Darm sich entspannen und regenerieren kann. Außerdem sollen ​die Zellregeneration und der Fettstoffwechsel wieder in Schwung kommen.
Durch den mit Flüssigkeit gefüllten Magen kommt erst gar kein störendes Hungergefühl auf. Außerdem müssen neben den Säften auch Wasser und Kräutertees getrunken werden, damit die Nieren auch schön durchgespült werden. Aber Vorsicht! Saftkur-Phasen sollte man immer mal wieder ,aber keinesfalls auf Dauer einlegen, da sie auf Dauer keine ausgewogene Ernährung ersetzen!

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Fazit

Letztlich muss jeder entscheiden, welche Art des Fastens mit dem eigenen Körper und dem Alltag vereinbar ist. Fasten ist nur dann effektiv, wenn man sich auch während der Zeit des Fastens glücklich fühlt und den Verzicht nicht als solches betrachtet, sondern als Bereicherung.

Der Körper wird es einem danken: mit einem besseren Immunsystem, reinem Hautbild, stärkeren und glänzenden Haaren und einem Lachen, das besagt, dass man sich in seinem Körper zuhause fühlt.

 

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