Biosiegel Archive - Grünkauf

7 Tipps für eine (umwelt)bewusste Ernährung

Erdbeeren im Winter, Spargel im Herbst, Kiwis aus Neuseeland – wir essen heute nicht mehr, was der Obst- und Gemüsegarten hergibt, sondern was der Supermarkt bietet. Was für uns inzwischen selbstverständlich ist, belastet unsere Umwelt enorm. Expertenschätzungen zufolge ist unsere Ernährung für mehr als 10% der Treibstoffgase verantwortlich.

Aber Genuss und Nachhaltigkeit – passt das überhaupt zusammen? Wie stark müssen wir uns einschränken, um das Klima nicht übermäßig zu belasten? Ist eine nachhaltige Ernährung im Alltag überhaupt möglich?

Nachhaltige Ernährung bedeutet, sich der gesamten gesundheitlichen, ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen unseres Ernährungsstils bewusst zu werden. Sie ist dabei aber mehr als Umweltschutz und Tierschutz. Eine Ernährung, die einen Schwerpunkt setzt auf saisonale, überwiegend pflanzliche, biologische und regionale Produkte, hilft der eigenen Gesundheit und dem Klima.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Tipps für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Ernährung zusammengestellt.

1. Das Wirrwar mit den Biosiegeln

Mit den unterschiedlichsten Siegeln wird in Supermärkten für “artgerechte Tierhaltung”, “Gentechnikfreie Produktion” und “ökologisch kontrollierten Anbau” geworben. Doch welchem Siegel kann man wirklich vertrauen?

Grundsätzlich gilt: Für alle Produkte die mit dem Bio-Siegel der Europäischen Gemeinschaft versehen sind, gelten die strengen EG-Öko-Richtlinien. Das Logo besteht aus einem stilisierten Blatt auf grünem Grund und steht oft neben dem secheckigen, deutschen Bio-Siegel.

Neben dem offiziellen Bio-Siegel gibt es auch zahlreiche private Siegel, denen man gründsätzlich eher kritisch gegenüberstehen sollte. Vor allem dann, wenn Sie vom Unternehmen selbst herausgegeben werden. Ausgenommen davon sind die großen privaten Bio-Siegel der Marken Bioland, Naturland und Demeter. Diese haben sogar noch strengere Anforderungen als die offiziellen Siegel.

2. Regional und Saisonal

locavore-810951Achten Sie beim Einkaufen darauf, welche Lebensmittel gerade Hauptsaison haben.
Regionales Saisonobst und -gemüse ist wesentlich reicher an Vitaminen und Mineralstoffen, da sie erst zu ihrer natürlichen Erntezeit gepflückt werden und keine langen Transportwege hinter sich haben. Auf dem Wochenmarkt gibt es viele frische und regionale Produkte. Seien Sie aber auch hier kritisch: Gerade in den ertragsarmen Wintermonaten wird manchmal aus anderen Regionen dazugekauft. Fragen Sie nach.

Wann die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten Saison haben, können Sie aus folgender Übersicht der Verbraucherzentrale entnehmen: Heimisches Obst und Gemüse: Wann gibt es was? (PDF)

3. Grillen, aber nachhaltig

Auch beim Grillen können Sie ihren CO2-Fußabdruck verringern. Vom Grill über die verwendete Kohle, den Anzünder, das Grillgut bis hin zur Alufolie und den Schaschlik-Spießen können Sie etwas für die Umwelt tun. Der TÜV Rheinland empfiehlt Elektro- oder Gasgrills zu verwenden.

Quelle: http://www.tuv.com/de/deutschland/ueber_uns/presse/meldungen/newscontentde_245700.html

Auf Holzkohle sollten Sie wegen der Schadstoffentwicklung besser verzichten, hier gibt es Alternativen. Wenn Sie sich allerdings doch  für Holzkohle entscheiden, achten Sie zum Schutz der Tropenwälder auf FSC-Siegel und nachhaltige Öko-Siegel. Mehrweg statt Einweg (z. B. bei Besteck, Tellern, Grillspießen) und die richtige Mülltrennung tragen ebenfalls zu einem gelungenen nachhaltigen Grillfest bei.

Den größten Fingerabdruck hinterlässt aber das Grillgut. Wer etwas Gutes tun will, sollte statt auf Rindfleisch und Grillkäse lieber auf Hähnchen, Schwein, Würste und Gemüse setzen. Das verbessert die Ökobilanz um fast 20% und damit erheblich! Grundsätzlich gilt natürlich auch bei Grillgut und Beilagen, auf regionale und saisonale Produkte zurückzugreifen.

 

4. Nicht zuviel einkaufen

Jahr für Jahr landen in Deutschland 11 Mio. Tonnen Lebensmittel im Müll. Das ist eine enorme Verschwendung von Ressourcen und belastet den Geldbeutel. Daher unser Tipp: prüfen Sie Ihre Vorräte zu Hause, bevor Sie neue Lebensmittel einkaufen, und gehen Sie nicht hungrig in den Supermarkt.

Für Übriggebliebenes gibt es auf www.zugutfuerdietonne.de leichte und kreative Kochideen. Einfach verfügbare Zutaten eingeben und los geht’s: Ran an die Reste!

5. Selber kochen

Fertigprodukte sind zwar praktisch, aber verhältnismäßig teuer und beinhalten oft chemische Zusatzstoffe. Kochen Sie für das gleiche Geld selbst: Sie haben mehr davon, können nachhaltigere Zutaten verwenden und wissen, was drin ist. Wer Zeit sparen möchte, kocht einfach soviel, dass es für mehrere Tage reicht.

6. Nicht gleich wegwerfen

Das Mindesthaltbarkeitsdatum zeigt an, bis wann ein Produkt mindestens seine Qualität behält. Sollte ein Lebensmittel keine sichtbaren Veränderungen aufweisen, können Sie es auch nach Ablauf dieses Datums noch bedenkenlos verzehren.

Anders ist das bei dem Verbrauchsdatum, das finden Sie auf den Verpackungen von Lebensmitteln, die schnell verderben, wie Hack- und Geflügelfleisch oder Rohmilchkäse. Ist das Verbrauchsdatum abgelaufen gibt es tatsächlich nur noch eins: Ab in die Tonne.

Reste frieren sie am besten ein: wenn es mal schnell gehen muss, sind die Reste schnell wieder warmgemacht.

7. Lebensmittel richtig lagern

Damit Ihre Lebensmittel lange frisch und genießbar bleiben, ist es wichtig, die Produkte richtig zu lagern. Viele Informationen und Tipps, wie, wo und wie lange Sie Lebensmittel richtig lagern und zubereiten, finden Sie hier.

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