Fleischproduktion Archive - Grünkauf

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Alle Infos rund um ein nachhaltiges Leben

Schritt für Schritt bewusster Leben: ohne Fleisch geht’s auch

Nachhaltigkeit im Alltag

Für alle, die mit dem Thema Nachhaltigkeit noch nicht bis in die tiefsten Poren vertraut sind, haben wir uns ein paar Themen überlegt, mit denen wir Sie Schritt für Schritt dabei unterstützen wollen bewusster zu konsumieren und Ihre Lebensweise nachhaltiger zu gestalten.

Jeden Monat werden wir Ihnen ein neues (und für alle erreichbares) Nachhaltigkeitsziel vorschlagen und Sie auf diese Weise mit vielen interessanten Fakten und Zusammenhängen zu den unterschiedlichen Themen begleiten.

Unser Ziel des Monats: Nur 1x pro Woche Fleisch essen!

Zugegeben, gar kein Fleisch essen ist noch wirkungsvoller. Aber für diejenigen die doch nicht ganz darauf verzichten möchten, wollen wir zumindest mit ein paar Details dazu ermuntern den Fleischkonsum zumindest auf ein Minimum zu reduzieren.

Denn kein anderer Sektor trägt so massiv zum Verlust der Artenvielfalt, der Rodung von Wäldern und der Zerstörung unseres Klimas, der Gefährdung unserer Gesundheitssysteme und zum Leid der Tiere bei wie die industrielle Fleischproduktion. Mit drastischen Folgen.

Nach Branchenzahlen haben die Deutschen 2016 pro Kopf durchschnittlich 59 Kilogramm Fleisch gegessen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt höchstens die halbe Menge. Anders sind nicht nur die Klimaziele sondern auch höherer Tier- und Naturschutz nicht erreichbar. Warum? Weil zu viel Fleisch ungesund ist und uns und der Umwelt teuer zu stehen kommt. Eine nachhaltige Fleischproduktion kann es nur geben, wenn sich der Konsum verringert, hier in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern auf der Welt.

Quelle: albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/1-kg-rindfleisch

Viel Aufwand für ein Kilo Fleisch

Die Produktion von Fleisch ist teuer. Eine Kuh muss rund zehn Kilo Soja futtern, um ein Kilo Fleisch anzusetzen. Knapp die Hälfte des weltweit angebauten Getreides landet in den Mägen von Schweinen, Hühnern oder Rindern. Nach Angaben der FAO werden etwa 80 Prozent des Agrarlandes für Viehhaltung verwendet. In einigen Ländern ist dadurch die Artenvielfalt der Pflanzen bedroht: In Südamerika sind in den letzten 40 Jahren fast 20 Prozent des Regenwaldes im Amazonasgebiet gerodet worden. Stattdessen wachsen auf vielen Flächen nun Sojapflanzen – auch, um die dortigen Viehherden mit Futter zu versorgen. Gleichzeitig sieht die FAO in den Viehherden einen der Mitverursacher des Klimawandels. Rund 18 Prozent der weltweiten Treibhausgase stammen aus der Tierhaltung. Daneben wird bei der Produktion viel Wasser verbraucht: Auf ein Kilo Schweinefleisch kommen 14.000 Liter.

Setzen Sie ein Zeichen

Der Veggie-Trend ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das bestätigt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit aktuellen Zahlen. Während mehr Obst, Gemüse und alkoholfreie Getränke gekauft werden, geht der Absatz von Fleisch und Wurst um 1,4 Prozent zurück, berichtet die Wirtschaftswoche. Und doch boomt die Fleischproduktion hierzulande. Das Statistische Bundesamt vermutet, dass in Folge des geringen Milchpreises mehr Kühe und Rinder geschlachtet wurden. Aber auch der Fleischhunger im Ausland lässt deutsche Schlachthöfe mehr produzieren: In den vergangenen Jahren hat sich der deutsche Fleischexport mehr als verdoppelt.

Darum: fangen Sie heute noch an:

  • Verringern sie im ersten Schritt ihren Fleischkonsum und bauen Sie fleischfreie Tage in die Essensplanung ein.
  • Verzichten Sie dann die Woche über auf den Konsum von Fleisch und gönnen sich am Wochenende ein Steak aus nachhaltiger Produktion oder Fisch aus nachhaltiger Fischerei.
  • Tipp: Orientieren Sie sich beispielsweise an der italienischen Küche: sie ist reich an leckeren pflanzlichen Rezepten.
  • Wenn schon Fleisch, dann bitte Bio! Damit leisten Sie persönlich einen Beitrag zu einer artgerechteren Nutztierhaltung.
  • Die Angst vor Eiweißmangel ist völlig unbegründet – eine gesunde, ausgewogene Ernährung vorausgesetzt. Auch Getreide, Hülsenfrüchte und Milchprodukte sind hochwertige Eiweißquellen.
  • Wenn Sie den Fleischgeschmack vermissen, dann versuchen Sie kräftig gewürzte Speisen wie Curry. Auch Nudeln mit Soja-­Bolognese-Sauce oder Geschnetzeltes mit Seitan können helfen, den Fleischhunger zu überlisten.
  • Nehmen Sie Kontakt zu Gleischgesinnten auf: das Internet bietet hier ein breites Angebot an Communities. Besuchen Sie vegetarische oder vegane Kochkurse oder Messen.

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