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Urban Gardening: selbst gepflanzt und selbst geerntet

Urban Gardening gilt als Trend, der seit einigen Jahren immer mehr Zulauf findet. Ein Fleckchen Grün im Großstadtdschungel – immer mehr Stadtbewohner schließen sich dem Trend des “Urban Gardening” an und begrünen die Großstädte. Oft werden auch brachliegende Gebiete aufgeräumt und bepflanzt, wobei die Lebensqualität für die Bewohner dieser Gebiete ansteigt. Mit Urban Gardening lässt sich selbst ein kleiner Balkon im achten Stock eines Hochhauses in ein kleines grünes Paradies verwandeln. Also, worauf noch warten? Erweitern auch Sie Ihren Balkon oder Terrasse um einen Obst oder Gemüsekübel.

Praktische Tipps für neue Gärtner

1. Welche Pflanzen eigenen sich am Besten

Für den Anbau von Gemüse eignen sich einige Sorten besonders gut, da sie eine lange Erntezeit haben. Salate oder auch Salatrauken stellen eine gute Einstiegsmöglichkeit dar. Ihre Anzucht und Pflege sind verhältnismäßig einfach. Tomaten sind da schon schwieriger, da sie mehr Pflege benötigen und für ein optimales Wachstum fachgerecht beschnitten werden müssen. Mit etwas Übung sind sie aber auch im Heimanbau eine ertragreiche Option. Spargel braucht dagegen einen tiefen Boden und eine lange Vorlaufzeit vor der ersten Ernte. Das macht sie leider wenig praktikabel für das Urban Gardening. Kräuter sind eine weitere ergiebige Möglichkeit für den erfolgreichen Anbau. Viele von ihnen sind sehr pflegeleicht und können oft lange geerntet werden. Ideal  für das Urban Gardening sind auch Erdbeeren. Sie nehmen nicht viel Platz und kein Sonnenlicht weg. Viele Erdbeeren lassen sich bestens in Töpfen oder Balkonkästen anbauen. Marmeladen kochen, Kuchen backen oder einfach so naschen – Erdbeeren sind jedermanns Liebling und eine wunderbare Belohnung für den Einsatz des fleißigen Balkon-Gärtners.

2. Die richtige “Ecke” finden

Sobald Sie sich für eine Pflanze entschieden haben, müssen Sie einen geeigneten Platz für sie finden, damit sie wachsen und reichen Ertrag bringen kann. Wichtig ist beispielsweise die Menge an Licht, die sie benötigt, um zu wachsen oder zu blühen. Auch die Temperatur spielt eine entscheidende Rolle. In den warmen Jahreszeiten können Sie Ihre Pflanzen wunderbar auf einem Balkon halten. Im Winter ist es hingegen ratsam, sie in eine wärmere Umgebung zu holen oder gegen die Kälte zu schützen. Auch in der kalten Jahreszeit braucht die Pflanze genügend Licht, in geschlossenen Räumen eine künstliche Lichtquelle.

3. Welche Behältnisse kann ich verwenden

Aus einigen alten Hinterlassenschaften lassen sich schnell Beete bauen: das können alte Obst- oder Gemüsekisten aus dem Supermarkt sein oder auch alte Gießkannen oder Fahrradkörbe. Verbrauchte Topfe oder große Reissäcke können ebenso zur Heimat für die Pflanzen werden. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf!

4. Die richtige Erde verwenden

Ein weiterer wichtiger Faktor für den erfolgreichen Anbau ist die richtige Erde. Auch hier müssen Sie auf die Bedürfnisse der Pflanze eingehen. Für viele Pflanzen eignet sich gewöhnliche Bio-Blumenerde. Gute Erde sollte locker in Ihrer Hand zerfallen und beim Gießen nicht schlammig werden. Wichtig ist außerdem der ph-Wert, damit die Erde nicht zu sauer oder zu basisch ist.

5. Sollte ich Dünger einsetzen?

Ein guter Dünger wirkt Wunder! Arbeiten Sie am besten mit biologischem Dünger. Außer einigen Kräutern gibt es nur wenige Pflanzen, die sie lange ohne Dünger großziehen können. Im Handel finden Sie inzwischen eine große Auswahl und auch Sets für Anfänger. Es gibt allerdings auch noch einige andere Wundermittel, mit denen Sie Ihren Pflanzen etwas Gutes tun können. Mit einer kleinen Menge Kaffeesatz einmal im Monat können Sie den pH-Wert der Erde senken. Kamillentee hat bei Pflanzen eine leicht desinfizierende Wirkung und hält Krankheitserreger, Pilze oder Wurzelfäule fern.

6. Wasserversorgung

Die richtige Bewässerung ist ein wichtiger Faktor für die Gesundheit Ihrer Pflanzen. Steht die Pflanze in einem Kübel, sollten Sie das Abzugsloch mit einer Tonscherbe abdecken. Das verhindert Staunässe. Um Wurzelfäule zu verhindern sollten Sie Ihre Pflanzen nicht zu viel gießen. Bei längerer Abwesenheit können Sie eine Flasche mit Wasser füllen und mit der Öffnung nach unten in die Erde stecken. Die Flasche gibt das Wasser nach und nach in die Erde ab und versorgt die Pflanzen über längere Zeit mit Feuchtigkeit.  Oder Sie benutzen das Granulat einer (sauberen) Windel und geben es in kleine Löcher in der Erde. Beim nächsten Gießen entstehen hier kleine Wasserspeicher.

7. Die Macht des Lichts

Pflanzen brauchen Licht: einige mehr, andere weniger. Aber erst ab einer bestimmten Menge Licht setzt die Photosynthese der Pflanze ein. Auch die Wellenlängen sind dabei wichtig. Pflanzen können besonders gut das rote und blaue Licht umsetzen, während das grüne Licht hauptsächlich reflektiert wird. Im Sonnenlicht ist alles enthalten, was die Pflanzen für ein gesundes Wachstum brauchen. Im Winter kann künstliches Licht helfen, Pflanzen über diese dunkle Jahreszeit zu bringen.

8. Gemeinschaftsgärten

Gemeinschaftsgärten = Gemeinschaftsgefühl: In den letzten Jahren sprießen in zahllosen Städten Gemeinschaftsgärten aus dem Boden. Bei solchen Initiativen gibt es viele Möglichkeiten sich zu beteiligen. Sie können dort auch wichtige Informationen zur Pflanzenzucht und –pflege bekommen.

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