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Nachhaltige Vorsätze mit kleinem Aufwand und großer Wirkung

Sicherlich haben auch Sie sich das ein oder andere Ziel für 2017 vorgenommen. Oder gehören Sie eher zu denjenigen, die mit den neuen Vorsätzen eher sparsam umgehen um sie nicht zu schnell wieder aus den Augen zu verlieren?

Damit nicht nur Sie etwas von Ihrem guten Vorsatz haben, sondern auch ihre Umwelt, Ihre Familie und die nächsten Generationen, haben wir Ihnen einige gute Vorsätze für einen nachhaltigen Lebensstil zusammengetragen. Und das Wichtigste dabei: Sie sind alle leicht umzusetzen und haben eine große Wirkung.

Kaffee-Tumbler statt Einwegbecher

Die Diskussion ist aktuell. Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe werden in Deutschland stündlich 320.000 Coffee-to-go-Becher verbraucht – pro Jahr macht das fast drei Milliarden. Einige Städte sagen dieser Müll- und Umweltbelastung inzwischen den Kampf an. In Hamburg heißt es „Refill-it“, in Freiburg „FreiburgCup“, in Tübingen „Tü-Fo“ – gemeint ist ein Mehrweg- bzw. Pfandsystem für Coffee-to-Go. In Berlin, Rosenheim und weiteren Städten laufen ähnliche Versuche. Das Prinzip ist einfach: Kaffeetrinker zahlen künftig einen Pfand für den Becher und können ihn anschließend in den teilnehmenden Filialen oder Cafés wieder abgeben.

Oder aber Sie kaufen sich einen eigenen Mehrweg-Becher: einige Coffee-Shops belohnen das mit einem Rabatt von bis zu 0,30 EUR. Beim Kauf sollten Sie auf darauf achten, dass die Becher auslaufsicher, geruchs- und geschmacksneutral und mit einer für heißen Kaffeegenuss unabdingbaren Isolierfunktion ausgestattet sind.

Wasser aus der Leitung statt aus der Flasche

Jeder Deutsche trinkt durchschnittlich 143 Liter Wasser im Jahr. Darin enthalten ist auch das Trinken am Arbeitsplatz. Unternehmen investieren viel Zeit und Geld, um Wasser in Flaschen anliefern zu lassen, während sie schon eine perfekte Wasserquelle in ihrem Gebäude zur Verfügung haben. Die Kosten für Wasser aus der Flasche, der Reinheitsgrad des Wassers darin und die Umweltverschmutzung, die durch die Flaschenproduktion entsteht, sind nur einige der vielen kritischen Aspekte am Wasser aus der Flasche. Ein Liter Leitungswasser kostet in Deutschland durchschnittlich 0,2 Cent, der Liter gekauftes Wasser das hundertfache. Fazit: Wer Leitungswasser trinkt, spart also bares Geld!

Weg mit den Kaffeepads und –kapseln

Filter-Kaffee aus der Thermoskanne – das erlebt man immer seltener, egal ob im Büro oder Zuhause. Immer häufiger werden Einzelportionen aufgebrüht. Fast 40.000 Tonnen Zellstoff-Pads, Kunststoff- oder Aluminium-Kapseln werden jährlich in Deutschland verkauft. Pro Minute – so die Angaben der Hersteller – werden weltweit mehr als 12.000 Tassen aus Kaffee-Kapseln getrunken.

Diesem Boom konnten bisher weder ökonomische noch ökologische Bedenken etwas anhaben:

  • Umwelt: Die Herstellung von Aluminium ist alles andere als umweltfreundlich, weil es sehr energieintensiv ist. Darüber hinaus wird bei der Aluminium-Produktion Bauxit abgebaut, Regenwald abgeholzt, Landschaften zerstört und es entsteht giftiger Rotschlamm.
  • Recycling: Gebrauchte Filtertüten schaden der Umwelt nicht. Sie können in den Biomüll oder auf den Komposthaufen geworfen werden und verrotten dort. Pads schaden der Umwelt im Vergleich mehr als die traditionellen Filtertüten. Kaffee-Pads dürfen zwar in den Biomüll, jedoch verursacht die Verpackung 0,8 Gramm Müll je Tasse Pad-Kaffee.
  • Kosten: Selbst die günstigeren Pads vom Discounter bringen es bei 6g Kaffeegehalt auf knapp 13 Euro – weit über dem derzeitigen Marktpreis. Ein Kilo Kaffeebohnen im Supermarkt kostet ungefähr zwischen acht und zehn Euro.

Alternativen:

1. biologisch abbaubare Kapseln: Die Schweizer Firma Beanarella verkauft nachweislich kompostierbare Kapseln aus Bio-Kunststoff. Der Kaffee ist außerdem biologisch angebaut und fair gehandelt. Nachteil: Die Kapseln passen nur in die Beanarella-Maschine.

2. wieder befüllbare Kapseln: Ökotest befand 2013 die alternative Edelstahl-Kapsel My Coffeestar für „sehr gut“. Mit Mister Barista und Coffee Duck gibt es inzwischen weitere Alternativen. Vorteil: Sie können Ihre Nespresso-Maschine weiterhin nutzen.

Läuten Sie Ihre private Energiewende ein – Umstieg auf Ökostrom

Die Bereitschaft, mehr Geld für grünen Strom auszugeben, ist nach Angaben von wissenschaftlichen Untersuchungen im vergangenen Jahr erneut gesunken! Steuern Sie aktiv dagegen und läuten Sie in 2017 Ihre private Energiewende ein. Starten Sie doch mit dem Umstieg auf Ökostrom.

Energiewende-Fans sollten bei Vertragsabschluss auf den Qualitätsnachweis „OK Power“ und „Grüner Strom Label“ achten: Denn diese Anbieter verkaufen nicht einfach Strom aus einem alten, abgeschriebenen Wasserkraftwerk, sondern leisten einen zusätzlichen Beitrag zur Energiewende. Sie investieren einen Teil ihrer Gewinne in den Bau neuer Ökostromkapazitäten und das garantiert.

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