Ökologischer Pfotenabdruck - nachhaltige Haustierhaltung - Grünkauf

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Ökologischer Pfotenabdruck – nicht (nur) für die Katz’

Nachhaltige Haustierhaltung sollte unter uns Tierfreunden unbedingt stärker in den Fokus gerückt werden. Denn leider ist unsere Liebe zu Tieren und die damit verbundene Haltung nicht ausschliesslich positiv für unsere Umwelt zu bewerten. Daher sollten wir den ökologische Pfotenabdruck unserer geliebten tierischen Familienmitglieder unbedingt im Auge behalten und auf nachhaltige Pflege und Fütterung achten.

Pfotenabdruck Photo: steinchen / Pixabay

Die gute Nachricht dabei: nachhaltige Haustierhaltung geht überraschend einfach. Hier unsere Tipps, mit denen wir unserem gemeinsamen Planeten etwas Gutes tun:

 

Mahlzeit! nachhaltiges Futter für unser Haustier

Auch wenn Katz und Hund sich nicht immer mögen, so teilen sie zumindest eine Gemeinsamkeit: Die Liebe zu Fleisch. Wären Katzen und Hunde eine gemeinsame Nation, belegten sie Platz 5 des Landes mit dem höchsten Fleischkonsum. Was lustig klingt, ist es bei weitem nicht, denn allein in den USA erzeugen die flauschigen Vierbeiner 64 Millionen Tonnen Treibhausgas – Emissionen!  Was können wir also tun, um den Pfotenabdruck unserer Lieblinge zu verringern und eine nachhaltige Haustierhaltung  zu gestalten?

 

1. Füttern in Maßen

Nur soviel füttern, wie es das Tier auch wirklich benötigt. Übergewicht tut niemanden gut.

2. weitgehend auf Fleisch verzichten

Auch wenn die Meinungen hier stark auseinander gehen: Es ist durchaus möglich, seinen Vierbeiner vegetarisch oder vegan zu ernähren. Eigenrecherche und Ausprobieren sind hier die Schlagwörter. Bei Fragen immer an einen Tierarzt oder auch den Vegetarierbund wenden, denn das Wohl des Hundes steht hier selbstverständlich an erster Stelle. Die Tierrechtsorganisation PETA hat zu diesem Thema einiges an Infos zusammengestellt: https://www.peta.de/hund-katze-vegan-ernaehren

3. Bioprodukte verwenden

Wenn Fleisch, dann bitte aus der BIO – Produktion. Hier sind die Umweltschäden etwas geringer. Bei alsa Hundewelt gibt es ein großes Sortiment an Bio-Nassfutter. (Grünkäufer erhalten 3 Bonuspunkte pro 1 Euro Umsatz)

4. Selbst kochen

Gerne auch mal selbst kochen! Einfach 2 Kartoffeln, 1 große Karotte, Brokkoli und optional 2 Bio-Hühnerschenkel weichkochen. Dann das Ganze mit Haferflocken vermischen, einen halben Bio – Joghurt hinzugeben und das Ganze mit etwas Leinöl und Lachsöl abrunden. Somit sind alle Vitamine verabreicht, das Essen reicht eine Woche und man hat keinen unnötigen Dosenmüll verursacht. Zudem kann man das Hundefutter mit dem normalen Lebensmittel-Einkauf bestens erledigen. Nur das Lachsöl (bitte im Glasfläschchen!) muss einmalig in einem Hundegeschäft gekauft werden.

5. Leckerlis selbst herstellen

Auch hier spart man Verpackungsmüll und Zusatzstoffe, wenn man die Kekse selbst backt: Haferflocken, Äpfel, Mehl und Sonnenblumenöl sind die Grundzutaten für leckere Hundeplätzchen. (Kleiner Tip: Kinder mitbacken lassen, dann ist jeder zufrieden!) Für wen das nichts ist, der findet bei Doggiepack Faires zum knabbern.

6. kompostierbares Katzenstreu

Auch wenn Hunde in der Masse mehr Fleisch vertilgen, sind es überraschenderweise die Katzen, die man als „ Klimakiller“ bezeichnen kann. Deren Haltung zieht schon alleine durch das Katzenstreu mehr Abfall mit sich. Bitte hier unbedingt auf Kompostierbares Katzenstreu achten und wenn möglich, auch selbst kompostieren. Beispielsweise ist das 100% kompostierfähige & biologisch abbaubare, Katzenstreu von Cat’s Best bei unserem Grünkauf-Partner Zooplus erhältlich.

 

Spielzeit! Qualität bei Tierspielzeug

Weichmacher, künstliche Duft- und Zusatzstoffe und auch Giftstoffe waren das Ergebnis von untersuchten Hunde– und Katzenspielzeugen. Und genau diese Spielzeuge tummeln sich zuhauf in den Geschäften!

Hier ist deshalb Vorsicht geboten und umfangreiche Recherche angebracht, denn – und das ist die gute Nachricht – es gibt immer mehr Firmen, die in Handarbeit (zum Beispiel in Zusammenarbeit mit behinderten Menschen) nachhaltige Produkte auf dem Markt bringen, die sich im Maul unserer Vierbeiner guten Gewissens sehen lassen können. (www.treusinn.com oder Greenpicks)

 

Fressnapf, Hundeleine, Hundebett und Co.

Ähnlich wie beim Spielzeug unserer Vierbeiner verhält es sich auch bei der Ausstattung.
Die Betten mit hohem Kunststoffanteil, die Fressnäpfe aus Plastik und die Hundeleine aus Leder made in China – das alles muss und sollte auch nicht sein.  Auch hier gibt es mittlerweile viele Hersteller, die langlebige, ökologische Produkte aus heimischen Rohstoffen anfertigen. Bei unserem langjährigen Partner Waschbär gibt es z.B. kuschelige Schlafplätze aus ökologischen Materialien wie Wollfilz oder Schurwolle.

 

Natürliche Hinterlassenschaften recyclebar entsorgen.

Mehr als 500 Millionen Hundekotbeutel werden laut Schätzungen zufolge hierzulande verwendet. Was saubere Gehsteige und Parkanlagen zufolge hat, findet ein Ungleichgewicht, wenn man bedenkt, dass der Kot eines Hundes – also ein biologisches Endprodukt – durch die nicht recyclebaren Plastiktüten zum Entsorgungsnotfall wird. Heißt, diese über 500 Millionen Plastiktütchen landen wieder in der Müllverbrennungsanlage. An dieser Stelle also: Herzliche Grüße von den in die Luft steigenden Treibhausgas- Emissionen!

Aber auch hier gibt es naturfreundliche Alternativen. Beispielsweise plastikfrei produzierte Kotbeutel.
Diese werden auf Basis von Pflanzenmaterialien (Maisbasis) ,pflanzlichen Ölen und kompostierbaren Polymeren produziert. Zu finden z.B. bei alsa hundewelt.

Entleert sich der Hund in ein für den Menschen undurchdringbares Gebüsch: einfach liegenlassen und somit guten Gewissens Plastik einsparen.

 

Reisen mit Hund

Reisen mit Hund ist für viele Hundebesitzer das Sahnehäubchen des Zusammenlebens mit Vierbeinern. Wer mit seinem Hund reist, sollte der Umwelt und auch dem Hund zuliebe, am besten mit der Bahn fahren. Um hier Ruhe zu haben, empfiehlt sich der Nachtzug, der auch noch preisgünstiger ist.
Es gibt zahlreiche Bio – Hotels, die Hunde als Gast in Augenhöhe betrachten und somit ein wunderbares Urlaubserlebnis für Zwei – und Vierbeiner garantieren.
Bitte immer im Vorfeld vor Wanderungen oder See – Besuchen abklären, ob Hunde erlaubt sind.
Das Anleinen der Hunde versteht sich von selbst, wenn es in Wälder oder auf Almen geht, wo der Schutz der dortigen Tiere vor dem eigenen Hund gewährleistet sein muss.

Nur, wenn jeder dabei mithilft, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu minimieren, ist es möglich, den errichteten Schaden irgendwann heilen zu können.

 

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