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Urlaub mit gutem Gewissen: 15 Tips für nachhaltiges Reisen

Meeresrauschen in unseren Ohren, durch die Sonne warmgeküsster Sand unter unseren Füßen, das Zirpen der Grillen in der Nacht, der Geruch der Bäume und des Mooses in einem dichten Wald, knirschender Schnee unter unseren Skiern, im Winter zum Sonnetanken an die schönsten Strandbuchten, Wildtiere life von Angesicht zu Angesicht, fremde Kulturen kennenlernen – Dank grenzenloser Mobilität ist es heute einfacher als je zuvor, unsere wunderbare Welt zu entdecken.

Photo: Jonny Lindne / Pixabay

Doch der florierende Tourismus hat leider nicht nur seine Sonnenseiten. Was wir oft vergessen ist, dass unsere Reiselust auch negative Auswirkungen auf die Bevölkerung im Zielland oder unsere Umwelt haben kann. Aber deshalb ganz aufs Reisen zu verzichten muss nicht sein. Glücklicherweise gibt es heutzutage genügend Möglichkeiten, seinen Urlaub nachhaltig zu gestalten. So können wir nicht nur die ganze Welt bereisen, wir können sie sogar ein kleines Stückchen besser machen. Unsere Verantwortung betrifft im sogenannten „nachhaltigen Tourismus“ oder „sanften Tourismus“ sowohl die ökologische, als auch die soziale Ebene.

Nur wie schaffst man es, so verantwortungsvoll wie möglich auf der ganzen Welt unterwegs zu sein? Hier wichtigsten Facts in punto nachhaltig Reisen:

1. Verzichte auf All Inclusive!

Nachhaltiges Reisen bedeutet nicht nur ökologisches, sondern auch sozial verantwortliches Reisen. All Inclusive – Urlaub kann man in der Tat als Gegenteil vom nachhaltigen Urlaub bzw. dem sanften Tourismus betrachten. Durch das Buchen solcher Pauschalreisen unterstützt man vor allem die großen Reiseveranstalter und nicht die Einheimischen. Wer nur im Hotel bleibt, verpasst außerdem das Leben draußen und somit wertvolle Erinnerungen für Herz und Seele.

2. Achte auf die Siegel!

In vielen Bereichen der Wirtschaft haben Siegel mittlerweile Einzug gehalten.
Natürlich sollte man Siegel für Nachhaltigkeit auch im Ausland beachten. Beispielsweise diese, die Lebensmittel kennzeichnen. Aber auch schon bei der Buchung der Reise sollte man auf Siegel achten, die für nachhaltigen Tourismus stehen. Hier ein paar der bekanntesten Siegel:

Viabono: Das erste Siegel ist vom deutschen Bundesumweltministerium. Hier werden Unterkünfte, Gastronomie und Veranstalter ausgezeichnet, die sich um umwelt- und klimafreundliches Reisen bemühen.

 

Blaue Flagge: Dieses Umweltzeichen wird von der Stiftung für Umwelterziehung an Strände in Europa, Südafrika, Neuseeland Kanada und der Karibik vergeben. Alle Strände und Badestellen, die in der vorherigen Saison die Standards bezüglich Wasserqualität, Umweltmanagement und Umweltbildung einghalten haben werden damit ausgezeichnet.

TourCert: Dieses Siegel zeichnet in der gesamten, weltweiten Tourismusbranche Unternehmen aus, deren Angebote ökologische, soziale und ökonomische Kriterien erfüllen und kontinuierlich verbessern. Dabei geht es nicht nur um Umweltfreundlichkeit, sondern auch um den ganze Bereich der CSR. (Corporate Social Responsibility)

 

Traveellife ist ein britisches Siegel für Hotels zum Schutz der lokalen Bevölkerung, faire Entlohnung, Menschenrechte und Kinderschutz.

Green Globe Das US-amerikanische Siegel ist ähnlich wie Travelife, zeichnet aber weltweit neben Hotels auch Kongresszentren, Autovermietungen und Veranstalter aus.

 

 

3. Wähle ein angemessenes Reiseziel

Wellness – Urlaub. Wer träumt nicht hin und wieder von wohltuenden Massagen oder wärmenden Fangopackungen auf dem Körper in harmonischer und unbeschwerter Athmosphäre? Das primäre Ziel eines Wellness-Urlaubs ist es meist, Körper und Geist zu enstpannen und daher ist es durchaus eine Überlegung wert,ob der Spa – Bereich unbedingt in Dubai oder auf den Sychellen liegen muss, oder ob es nicht auch die atemberaubende Schönheit der österreichischen Bergkulisse sein darf. So spart man nicht nur Zeit, sondern schützt die Umwelt durch die Reduzierung unnötiger Strecken.

4. Fernreisen – nur wenn die sich lohnen

Wenn Dich das Fernweh nach Bali, Chile oder Neuseeland zieht, dann organisiere Deinen Urlaub so, dass Du dort auch eine gewisse Zeit bleiben kannst. Eine europäische Städtereise kann ruhig nur ein Wochenende dauern, aber ein Reiseziel, dass 12 Stunden Flug entfernt ist, lohnt sich erst ab einer gewissen Aufenthaltsdauer. Bleib in Chile mindestens einen Monat oder bereise die umliegenden Regionen, damit es sich lohnt.

5. Kompensation für Emissionen

Lange Flugreisen sind für die Umwelt sehr schädlich, aber über einige Anbieter kann man den Flug durch Spenden an Klimaschutzprojekte kompensieren und so wenigstens klimaneutral anreisen.

So kann man sich beispielsweise bei de.myclimate.org oder bei climatefair.de die Emissionen berechnen lassen und diese durch die Unterstützung einzelner Pojekte sofort kompensieren. Dieser Service wird sogar bei einigen Fluggeselltschaften und Flughäfen bereits bei der Buchung angeboten.

Ein weiteres Beispiel ist www.atmosfair.de Hier können Reiseveranstalter und Fluglinien ihre CO2 Emissionen wieder ausgleichen. Atmosfair berechnet die entstandenen Emissionen durch Flüge pro Person. Diese Emissionen werden in einen Geldbetrag umgerechnet. Dieser Betrag wird dann gespendet und in klimafreundliche Projekte investiert, die die CO2 Emissionen wieder ausgleichen. Der Schwerpunkt liegt darin, Strom aus erneuerbaren Energien zu generieren. So wurde zum Beispiel ein Kleinwasserkraftwerk in Honduras gebaut. In Asien und Afrika wurden viele Solar- und Windkraftprojekte realisiert und Haushalten Öfen zur Verfügung gestellt, die 80% weniger Holz verbrauchen, um die Waldrodung zu stoppen.

6. Direktflug bitte!

Billigflüge sind verlockend und da nimmt so manch einer gerne das Umsteigen mit in Kauf. Doch mehr Flüge bedeuten auch mehr Emissionsausstoß und das beslastet unsere Erde zusätzlich zu dem ohnehin schon “ungesunden” Flug. ES lohnt sich wirklich, ein paar Euro mehr hinzulegen und einen Direktflug zu buchen. Hat auch den Vorteil, dass man keine Sorge vor Verspätungen haben muss, sondern ganz entspannt die Reise bis zum Ziel genießen kann.

7. Weniger Gepäck – weniger CO2!

Es ist ein Kreuz: Den Koffer für den Urlaub zu packen. Plötzlich scheinen alle Kleidungsstücke zu schreien: Nimm mich mit! Du wirst mich sicher brauchen! Hört man auf diese Stimmen, sieht der Koffer am Ende der Packeuphorie meist aus wie ein schwangeres Nilpferd.

Egal, ob man mit dem Auto, dem Schiff, dem Flugzeug oder mit dem Zug unterwegs ist: Je mehr Gewicht, desto mehr Benzin, Energie wird verbraucht und CO2 produziert. Zudem hat weniger Gepäck auch andere Pluspunkte: Man spart Geld, da keinerlei weitere Kosten für zusätzliches Gepäck oder mehr Gewicht anfallen. Man hat – gerade nur mit Handgepäck – weniger zu tragen und ist dadurch viel flexibler. Einem kann weniger gestohlen werden und es ist leichter auf eine Tasche, als auf mehrere aufzupassen.

8. Bewege dich nachhaltig!

„ Keinen Meter werde ich mich dort bewegen! Einfach nur entspannen!“ hört man oft die Leute sagen, die kurz vor ihrem Urlaubsantritt stehen. Für manche das NonplusUltra, doch der Körper dankt einem Bewegung – gerade im Urlaub, wo man ja meistens bei dem leckeren Essen gerne über die Stränge schlägt.

Um die Natur und den Geldbeutel zu schonen, bieten sich anstelle eines Mietwagens auch Fahrräder und die öffentlichen Verkehrsmittel vor Ort an. Auch die lokalen Transportmittel wie beispielsweise die Rikscha (übrigens auch in deutschen Städten sehr beliebt!) bieten unvergessliche Touren durch die neue Umgebung! Wer auf einen Mietwagen nicht verzichten möchte oder auch kann, der sollte sich für ein Automodell entscheiden, dass keine Benzinschleuder repräsentiert. Diese Modelle mögen zwar billig sein, sind aber für die Natur eine wahre Zumutung! Kurzum: Wenn schon ein Auto, dann eines, was man gutem Gewissen fahren kann.

9. Licht aus, Wasserhahn zu!

Keine Sorge, wir raten nicht zu einem Appartment, in dem man durstig und im Dunkeln seinen Urlaub genießen soll. Vielmehr geht es darum, dass man sich im Urlaub genauso wie zuhause ökologisch verhalten sollte. Wasser ist vor allem in südlichen Ländern oft knapp und sollte daher in Maßen verbraucht werden.

Strom wird in vielen Ländern immer noch durch fossile Energien gewonnen. Daher sollte man in der Tat versuchen, Strom zu sparen. Oder wie so manche Mama sagen würde: „Licht aus, wenn du gehst!“ Dies betrifft ebenso die Klimaanlage.

10. Lokale Ernährung

Für viele das, worauf sie sich am meisten freuen: Das Essen in Urlaub! Doch bevor man sich im Hotel von Essen verwöhnen lässt, das man – Hand aufs Herz – auch oft von zuhause kennt, sollte man im Urlaub am besten in lokalen Restaurants speisen. Das erweitert die Geschmacksknospen des kulinarischen Gaumens. Hat man sich für das Selbstkochen im Urlaunb entschieden, empfhielt es sich lokale Produkte zu kaufen, um die Einheimschen und deren Wirtschaft im Land zu untersützen.

11. Sei ein Vorbild!

In vielen fernen Ländern und Kulturen sind Westeuropäer Vorbilder. Einheimische adaptieren gerne unsere Verhaltensweisen. Aber auch unabhängig davon, ist es wichtig ein gutes Beispiel für nachhaltigen Tourismus zu sein. Wenn du also eine Plastikflasche auf dem Boden siehst, nimm sie mit und wirf sie in den nächsten Mülleimer. Heißt nicht, dass man sich für den abendlichen Strandspaziergang mit einem Kehrbesen bewaffnen muss, aber wenn Müll auf der Straße liegt und man diesen aufhebt, kann das durchaus auf die Menschen vor Ort Einfluss haben.

12. Das Internet: Dein Freund und Helfer spart Papier

Kritiker mögen es kaum glauben, aber die Digitalisierung birgt auch eine Chance der Nachhaltigkeit, denn durch die Nutzung derselbigen wird ganz klar Papier eingespart.
Reiseführer deshalb vor Antritt der Reise herunterladen und auf jeweiligem Gerät direkt abspeichern. Somit kann man auch, wenn das Netz einen gerade nicht umgibt, ganz einfach auf die Karte schauen, um sich zu orientieren.

13. Rein ins Getümmel!

Es mag befremdlich klingen, aber es gibt nichts Erfrischenderes, als ein Gespräch mit Einheimischen zu führen. Spricht man nicht die lokale Sprache, so kommen Arme und Hände mit zum Einsatz und so mündet eine Frage nach einer Sehenwürdigkeit schnell in ein herzliches Kaudawelsch, das definitiv einen großen Spaßfaktor mit sich bringt.
Bringt nicht nur gute Laune sondern baut erwiesenermaßen auch Vorurteile ab und verbindet Menschen unterschiedlicher Kulturen.

14. Aufgerundet!

Trinkgeld ist in vielen Ländern noch wichtiger als in Deutschland. In den meisten Regionen, die touristisch geprägt sind, ist das Trinkgeld für die Mitarbeiter in Gastronomie und Hotellerie eine bessere Einnahmequelle als das Gehalt. Es ist also von großer Bedeutung, je nach Land um die 10% zu geben.

15. Respekt vor Pfoten, Flossen und Krabbelbeinen.

Die Vielfalt der Tierwelt ist eine der schönsten Aspekte unserer Natur. In seinem Urlaub sollte man unbedingt darauf achten, nur tierfreundliche Aktivitäten zu unternehmen.
Dazu gehört zum Beispiel, dass eine laute Motorboot-Tour durch ein Naturschutzgebiet nicht zielführend für das ökologische Reisen ist. Ferner sollte auch von Selfies mit Löwen und Affen sowie das berüchtigte Elefantenreiten unterlassen werden. Auch Zoos sollten in anderen Ländern niemals besucht werden, da die Tiere dort meist unter sehr schlimmen Bedingungen gehalten werden.

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7 Tipps für eine (umwelt)bewusste Ernährung

Erdbeeren im Winter, Spargel im Herbst, Kiwis aus Neuseeland – wir essen heute nicht mehr, was der Obst- und Gemüsegarten hergibt, sondern was der Supermarkt bietet. Was für uns inzwischen selbstverständlich ist, belastet unsere Umwelt enorm. Expertenschätzungen zufolge ist unsere Ernährung für mehr als 10% der Treibstoffgase verantwortlich.

Aber Genuss und Nachhaltigkeit – passt das überhaupt zusammen? Wie stark müssen wir uns einschränken, um das Klima nicht übermäßig zu belasten? Ist eine nachhaltige Ernährung im Alltag überhaupt möglich?

Nachhaltige Ernährung bedeutet, sich der gesamten gesundheitlichen, ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen unseres Ernährungsstils bewusst zu werden. Sie ist dabei aber mehr als Umweltschutz und Tierschutz. Eine Ernährung, die einen Schwerpunkt setzt auf saisonale, überwiegend pflanzliche, biologische und regionale Produkte, hilft der eigenen Gesundheit und dem Klima.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Tipps für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Ernährung zusammengestellt.

1. Das Wirrwar mit den Biosiegeln

Mit den unterschiedlichsten Siegeln wird in Supermärkten für “artgerechte Tierhaltung”, “Gentechnikfreie Produktion” und “ökologisch kontrollierten Anbau” geworben. Doch welchem Siegel kann man wirklich vertrauen?

Grundsätzlich gilt: Für alle Produkte die mit dem Bio-Siegel der Europäischen Gemeinschaft versehen sind, gelten die strengen EG-Öko-Richtlinien. Das Logo besteht aus einem stilisierten Blatt auf grünem Grund und steht oft neben dem secheckigen, deutschen Bio-Siegel.

Neben dem offiziellen Bio-Siegel gibt es auch zahlreiche private Siegel, denen man gründsätzlich eher kritisch gegenüberstehen sollte. Vor allem dann, wenn Sie vom Unternehmen selbst herausgegeben werden. Ausgenommen davon sind die großen privaten Bio-Siegel der Marken Bioland, Naturland und Demeter. Diese haben sogar noch strengere Anforderungen als die offiziellen Siegel.

2. Regional und Saisonal

locavore-810951Achten Sie beim Einkaufen darauf, welche Lebensmittel gerade Hauptsaison haben.
Regionales Saisonobst und -gemüse ist wesentlich reicher an Vitaminen und Mineralstoffen, da sie erst zu ihrer natürlichen Erntezeit gepflückt werden und keine langen Transportwege hinter sich haben. Auf dem Wochenmarkt gibt es viele frische und regionale Produkte. Seien Sie aber auch hier kritisch: Gerade in den ertragsarmen Wintermonaten wird manchmal aus anderen Regionen dazugekauft. Fragen Sie nach.

Wann die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten Saison haben, können Sie aus folgender Übersicht der Verbraucherzentrale entnehmen: Heimisches Obst und Gemüse: Wann gibt es was? (PDF)

3. Grillen, aber nachhaltig

Auch beim Grillen können Sie ihren CO2-Fußabdruck verringern. Vom Grill über die verwendete Kohle, den Anzünder, das Grillgut bis hin zur Alufolie und den Schaschlik-Spießen können Sie etwas für die Umwelt tun. Der TÜV Rheinland empfiehlt Elektro- oder Gasgrills zu verwenden.

Quelle: http://www.tuv.com/de/deutschland/ueber_uns/presse/meldungen/newscontentde_245700.html

Auf Holzkohle sollten Sie wegen der Schadstoffentwicklung besser verzichten, hier gibt es Alternativen. Wenn Sie sich allerdings doch  für Holzkohle entscheiden, achten Sie zum Schutz der Tropenwälder auf FSC-Siegel und nachhaltige Öko-Siegel. Mehrweg statt Einweg (z. B. bei Besteck, Tellern, Grillspießen) und die richtige Mülltrennung tragen ebenfalls zu einem gelungenen nachhaltigen Grillfest bei.

Den größten Fingerabdruck hinterlässt aber das Grillgut. Wer etwas Gutes tun will, sollte statt auf Rindfleisch und Grillkäse lieber auf Hähnchen, Schwein, Würste und Gemüse setzen. Das verbessert die Ökobilanz um fast 20% und damit erheblich! Grundsätzlich gilt natürlich auch bei Grillgut und Beilagen, auf regionale und saisonale Produkte zurückzugreifen.

 

4. Nicht zuviel einkaufen

Jahr für Jahr landen in Deutschland 11 Mio. Tonnen Lebensmittel im Müll. Das ist eine enorme Verschwendung von Ressourcen und belastet den Geldbeutel. Daher unser Tipp: prüfen Sie Ihre Vorräte zu Hause, bevor Sie neue Lebensmittel einkaufen, und gehen Sie nicht hungrig in den Supermarkt.

Für Übriggebliebenes gibt es auf www.zugutfuerdietonne.de leichte und kreative Kochideen. Einfach verfügbare Zutaten eingeben und los geht’s: Ran an die Reste!

5. Selber kochen

Fertigprodukte sind zwar praktisch, aber verhältnismäßig teuer und beinhalten oft chemische Zusatzstoffe. Kochen Sie für das gleiche Geld selbst: Sie haben mehr davon, können nachhaltigere Zutaten verwenden und wissen, was drin ist. Wer Zeit sparen möchte, kocht einfach soviel, dass es für mehrere Tage reicht.

6. Nicht gleich wegwerfen

Das Mindesthaltbarkeitsdatum zeigt an, bis wann ein Produkt mindestens seine Qualität behält. Sollte ein Lebensmittel keine sichtbaren Veränderungen aufweisen, können Sie es auch nach Ablauf dieses Datums noch bedenkenlos verzehren.

Anders ist das bei dem Verbrauchsdatum, das finden Sie auf den Verpackungen von Lebensmitteln, die schnell verderben, wie Hack- und Geflügelfleisch oder Rohmilchkäse. Ist das Verbrauchsdatum abgelaufen gibt es tatsächlich nur noch eins: Ab in die Tonne.

Reste frieren sie am besten ein: wenn es mal schnell gehen muss, sind die Reste schnell wieder warmgemacht.

7. Lebensmittel richtig lagern

Damit Ihre Lebensmittel lange frisch und genießbar bleiben, ist es wichtig, die Produkte richtig zu lagern. Viele Informationen und Tipps, wie, wo und wie lange Sie Lebensmittel richtig lagern und zubereiten, finden Sie hier.

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Draußen ist es kalt und es ist mal wieder Zeit, den Kleiderschrank aufzuhübschen. Die Winterjacke hat schon einige Jahre auf dem Buckel: eine Neue soll her. Angebote gibt es (zu) viele; von Fast- oder Slow-Fashion ist die Rede. Wegwerfen und neu kaufen scheint angesichts des immer kürzeren Modezyklus der Trend der Zeit. Das geht zulasten von Arbeitern, Klima und der Gesundheit derjenigen, die die Kleidung am Ende tragen. Und natürlich auf Kosten der Umwelt: Wir reden hier auch über den Einsatz von Gentechnik, Pestiziden, Nervengift und enormen Wassermengen.

Hier setzt Slow-Fashion an. Sie steht für nachhaltige, qualitativ hochwertige Mode, die länger hält und nicht aus der Mode kommt. Immer mehr Konsumenten achten beim Kauf von Textilien auf Nachhaltigkeit. Bio-Baumwolle bspw. liegt voll im Trend. Aber der Rohstoff ist nur ein Aspekt. Wie kann ich sicherstellen, dass mein Pullover unter fairen Arbeitsbedingungen mit fairer Bezahlung und aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt wurde?

Orientierung im Dschungel der Produktsiegel

Um den Konsumenten eine ökologisch wertvolle Kaufentscheidung zu ermöglichen, gibt es zahlreiche Produktsiegel, die von staatlichen Stellen, Nichtregierungsorganisationen oder der Privatwirtschaft vergeben werden. Von Fairtrade über Global Organic Textile Standard (GOTS) bis hin zu Öko-Tex versprechen die Siegel die Mindesteinhaltung von sozialen und ökologischen Standards.

Bieten die Zertifikate einen echten Nutzen oder sind sie nur ein Marketinginstrument? Erfolgen Vergabe und Kontrolle unabhängig? Wie oft und wie erfolgt die Qualitätskontrolle? Welche Standards werden zertifiziert? Zu beachten ist auch, dass die meisten Produktsiegel nicht den gesamten Bereich der Produktionskette abdecken.

Eine Orientierungshilfe bietet das 2015 von der Bundesregierung gestartete Projekt Siegelklarheit. Auf der Internetseite www.textilklarheit.de (auch als App verfügbar) wurdenTextilsiegel vorgestellt und von einer Expertenkommission bewertet.

Ein paar der verstrauenswürdigsten Siegel haben wir für Sie herausgegriffen und möchten Sie Ihnen gerne vorstellen:

Global Organic Textile Standard (GOTS)

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist ein Siegel das besonders hohe Anforderungen zum Thema Glaubwürdigkeit und  Umweltfreundlichkeit erfüllt. Neben den Umweltbedingungen wird auch auf die Sozialbedingungen bei der Herstellung von Textilien geachtet.

Bei Grünkauf finden Sie Produkte, die mit dem GOTS Siegel versehen sind unter anderem bei dem Online-Shop Partner Pure Nature

Fairtrade Baumwolle

Das Fairtrade Baumwolle Siegel stellt sicher, dass die im Produkt enthaltene Baumwolle aus kleinen Betrieben stammt und die Anforderungen an Ökologie, Ökonomie und Soziales erfüllt werden. Das Siegel zeichnet sich durch eine hohe Glaubwürdigkeit aus.

Ein Grünkauf Partner bei dem Sie mit diesem Siegel punkten können ist memolife.

Fair Wear Foundation

Das Siegel der Fair Wear Foundation punktet vor allem in Sachen  Glaubwürdigkeit und Sozialverträglichkeit. Ziel der Fair Wear Foundation ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie.

Bei Grünkauf erhalten Sie Produkte die dieses Siegel tragen unter anderem bei den Partnern Hessnatur und Waschbär.

Online sind zahlreiche Textilratgeber und Rankings verfügbar und wie bei Lebensmitteln gibt es auch hier ständig Neuerungen und Veränderungen. Dies veranschaulicht das wachsende Interesse und Verantwortungsbewusstsein der Verbraucher, Labels und Hersteller.

Auch wenn die Vielzahl der Produktsiegel es uns nicht immer ganz einfach macht legen wir Ihnen ans Herz: Kaufen Sie (Bio-)Klasse statt (Chemie-)Masse – der Umwelt, dem Klima, den Textilarbeitern, dem Tierschutz und Ihrer Gesundheit zuliebe.

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